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Fünf Freunde auf Reisen mit "Zora"

Wir durften uns wieder einmal der Frage stellen: Wie viele Personen passen in einen Van? Die Rahmenbedingungen waren klar: ein offroadtaugliches Fahrzeug für eine fünfköpfige Familie, ohne Dachzelt dafür mit allem, was es für ein autarkes Leben unterwegs braucht.

Entstanden ist ein ganzjährig nutzbarer Familien-Offroad-Sprinter. Mit dem die Familie im Sommer wie im Winter unabhängig und autark reisen kann. Die eigentliche Herausforderung vom Ausbau lag darin, den Raum so zu nutzen, dass fünf Personen Platz für Wäsche, nasse Jacken sowie Schuhe finden. Zudem sollten alle Schlafplätze im Fahrzeug sein.

Fahrzeugkonzept & Offroad-Umbau

Das Projekt entwickelte sich über mehrere Jahre. Viel Zeit floss in die Vorbereitung und die Auswahl des richtigen Basisfahrzeuges. Die ursprüngliche Idee war den Innenausbau in einem Iveco Daily oder einem DARC-Aufbau zu realisieren. Im Verlauf der Planung viel die definitive Entscheidung auf einen Mercedes Sprinter. Die ursprüngliche Idee eines Umbaus mit Iglhaut in Deutschland wurde aufgrund der Schweizer Zulassungssituation verworfen. Stattdessen wurde ein serienmässiger Sprinter gewählt und anschliessend von OFF ROAD ACCESSOIRES zum Offroad-Fahrzeug umgebaut.

Raumkonzept & Schlafplätze

Für uns lag der Schwerpunkt insbesondere in der Entwicklung des Grundrisses und der Frage, wie sich die Anforderungen einer fünfköpfigen Familie sinnvoll in einen Kastenwagen umsetzen lassen.

Im Fahrzeug entstanden:

  • fünf geprüfte Sitzplätze, davon sind Fahrer und Beifahrersitz drehbar

  • fünf Schlafplätze

  • grosszügige Stauraumlösungen

  • eine Heckgarage

Das Heckbett wurde als ausziehbares Querbett umgesetzt und mit seitlichen Longsleeper-Verbreiterungen ergänzt. Dadurch konnte die Liegefläche vergrössert werden und bietet Platz für drei Personen

Zwei zusätzliche Schlaflösung befinden sich im Wohnbereich (Bilder dazu folgen).

Der Esstisch wurde so konstruiert, dass die gesamte Familie gemeinsam sitzen kann. Gerade bei Reisen in kältere oder regnerische Gebiete sollte die Familie bequem Platz um einen Tisch finden.

Möbelbau & Materialien

  • Leichtbauplatten mit HPL-Beschichtung

  • Eiche Massivholz

  • Eiche Echtholzfurnier

  • Akustikpanele mit Eichenmassivholzleisten

Die schwarzen Oberflächen wurden bewusst mit warmen Holzelementen kombiniert. Dadurch entstand ein Innenraum, der ruhig wirkt und gleichzeitig robust genug für den täglichen Einsatz bleibt.

Die Arbeitsflächen wurden aus massiver Eiche gefertigt. Sichtbare Kanten und Details wurden ebenfalls in Echtholz ausgeführt.

Isolation & Ganzjahrestauglichkeit

Das Fahrzeug wurde für Reisen in unterschiedlichen Klimazonen aufgebaut.

Die Isolation besteht aus einer Kombination von:

  • Schafwolle

  • Armaflex

  • Sprühkork

Diese Kombination reduziert Kondenswasser, verbessert das Raumklima und sorgt für eine angenehme Temperatur im Innenraum.

Beheizt wird das Fahrzeug über eine Timberline Wasserstandheizung. Ergänzt wird das System durch einen Tiny Stove Holzofen aus Schweizer Produktion.

Elektrik & Autarkie

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die autarke Energieversorgung.

Verbaut wurde ein Victron Energy System mit:

  • 2 x 200 Ah LiFePo4 Batterien

  • 4000 W Wechselrichter

  • Solarladung

  • Ladebooster

  • Landstromintegration

  • Victron Ekrano GX Überwachungssystem

Die Solaranlage (Lightweight) nutzt die verfügbare Dachfläche möglichst effizient und liefert bis zu 600W Leistung.

Das System ermöglicht längere Standzeiten ohne externe Stromversorgung und wurde auf den tatsächlichen Energiebedarf einer Familie ausgelegt.

Wasser & Versorgung

Auch das Wassersystem wurde für längere Reisen konzipiert.

Verbaut wurden:

  • 145 Liter Frischwasser

  • 100 Liter Grauwasser

  • Wasserfilterung mit Keramik- und Aktivkohlefilter

  • Warm- und Kaltwassersystem

  • Aussendusche

  • wasserlose Clesana Toilette

Die technischen Komponenten wurden möglichst servicefreundlich und zugänglich integriert.

Umsetzung & Ablauf

Die Vorbereitung dieses Projekts zog sich über mehrere Jahre. Viele grundlegende Entscheidungen wurden bereits vor dem eigentlichen Ausbau getroffen. Gleichzeitig zeigte sich während der Umsetzung immer wieder, dass gewisse Lösungen erst im realen Bauprozess sinnvoll entwickelt werden konnten.

Aufgrund des begrenzten Raums im Fahrzeug war die Zusammenarbeit mit dem Kunden besonders eng. Viele Details wurden schrittweise gemeinsam besprochen und angepasst.

Der Kunde brachte selten fertige Lösungen mit. Stattdessen beschrieb er Anforderungen und Situationen aus seinem Familienalltag. Daraus war unsere Aufgabe, funktionale und langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Ein zentrales Thema über die gesamte Projektzeit war das Fahrzeuggewicht. Der ursprüngliche Anspruch lag unter 3.5 Tonnen. Das Leergewicht des Fahrzeugs war zwar darunter, doch mit fünf Personen und deren Ausrüstung blieb nur wenig Spielraum. Am Ende wurde das Fahrzeug deshalb aufgelastet.

Bei komplexen Ausbauten mit viel Technik ist die 3.5-Tonnen-Grenze schnell erreicht.

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Mercedes Sprinter Zora im Einsatz auf Sardinien vor einer Flussüerquerung

Liebes Team, wir sind mega begeistert von unserer ersten Reise nach Sardinien zurück. Es hat alles wunderbar geklappt und wir sind einfach nur begeistert ♥️ die Verarbeitung aller Details ist perfekt 👌 ... Mehr lesen

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